Spielbericht C‑Junioren TSV Ammerndorf vs. SG Burgbernheim/Marktbergel/Windsheim
4. Spieltag Frühjahresrunde Kreisklasse Gruppe 2
Samstag, 25. April 2026 auf der Ammerndorfer Alm
Bevor man an diesem sonnigen Samstagnachmittag über Tore, Ergebnisse und Spielverläufe spricht, gehört der erste Gedanke dem fairen Miteinander.
Ein herzliches Dankeschön geht an die SG Burgbernheim/Marktbergel/Windsbach für das faire Punktspiel auf der Ammerndorfer Alm. Wir wünschen der Spielgemeinschaft für den weiteren Saisonverlauf alles Gute und viele verletzungsfreie Spiele. Ebenso bedanken wir uns bei den mitgereisten Gästefans, die ihre Mannschaft ruhig und respektvoll unterstützten.
Ein besonderes Lob verdient erneut das Umfeld des TSV Ammerndorf. Eltern, Familien und Freunde standen geschlossen hinter den Jungs, feuerten an, trösteten und blieben selbst in schwierigen Phasen positiv. Genauso lebt man Jugendfußball.
Die äußeren Bedingungen waren wie gemalt. Sonnenschein, angenehme Temperaturen und ein gut bespielbarer Rasen boten beste Voraussetzungen. Pünktlich um 14 Uhr wurde angepfiffen. Zwei mal 35 Minuten lagen vor einer Mannschaft, die an diesem Tag ohne Auswechselspieler auskommen musste und zudem als jüngerer Jahrgang in vielen Partien körperlich gefordert ist. Es ist wichtig, das zu benennen, ohne es als Ausrede zu nutzen. Denn genau diese Spiele gehören zu einem Lernprozess, den diese Mannschaft gerade durchläuft.
Der TSV Ammerndorf begann engagiert, aber vorsichtig. Früh war zu erkennen, dass die Gäste physisch präsent waren und entschlossen in die Zweikämpfe gingen. In der 16. Minute musste der TSV den ersten Gegentreffer hinnehmen. Eine Situation, in der der Ball nicht entschlossen geklärt wurde und die SG das konsequent ausnutzte. Besonders bitter, weil die Defensive zuvor ordentlich stand. Nach 25 Minuten folgte das 0:2, erneut nach einer Phase der Unentschlossenheit, in der Mut und Klarheit fehlten.
Doch die Antwort kam. Und sie kam von einem Spieler, der an diesem Nachmittag sinnbildlich für Einsatz und Willen stand. In der 34. Minute kombinierte sich der TSV gut durch das Mittelfeld. Der Ball kam zu Paul H., der sich mit viel Körpereinsatz, Laufbereitschaft und Entschlossenheit am Gegenspieler vorbeiarbeitete und den Ball scharf im Tor versenkte. Der Anschluss zum 1:2 war verdient und zeigte, dass sich Einsatz lohnen kann. Jubel bei den Zuschauern und neue Hoffnung auf dem Platz.
Diese Hoffnung hielt jedoch nur kurz. Mit dem Wiederanpfiff der zweiten Halbzeit erhöhte die SG in der 41. Minute auf 1:3. Auch diesem Treffer gingen mehrere kleine Unsicherheiten voraus, die sich letztlich summierten. Zu zaghaft im Zweikampf, einen Schritt zu spät im Nachschieben, eine Entscheidung nicht konsequent getroffen. Und genau das zog sich in der Folge leider durch das Spiel. In der 49., 57. und 62. Minute schlugen die Gäste weiter zu und stellten auf 1:6.
Man merkte den Ammerndorfern an, dass die Beine schwer wurden. Ohne Wechselmöglichkeiten, gegen einen körperlich robusten Gegner und unter dem Eindruck der weiteren Gegentore kostete jeder Sprint, jeder Zweikampf spürbar Kraft. Trotzdem hörte die Mannschaft nie auf zu arbeiten.
In der Einzelbetrachtung ragte erneut Paul H. heraus. Er rannte, ackerte, holte sich Bälle, stellte sich in Zweikämpfe und übernahm Verantwortung. Genau diese Eigenschaften wünscht man sich in jeder Phase eines Spiels. Fehler wurden gemacht, ja. Aber sie entstanden nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus fehlender Konsequenz, aus Zögern und manchmal auch aus Müdigkeit.
Nach dem Schlusspfiff war die Enttäuschung spürbar. Niemand verliert gern, schon gar nicht zu Hause. Doch genauso spürbar war der Zusammenhalt. Die Mannschaft weiß, dass solche Spiele dazugehören und dass genau daraus Entwicklung entsteht. Man ist eigenständig, man geht diesen Weg bewusst und man wünscht sich weitere Spieler der Jahrgänge 2012 und 2013, um diese Eigenständigkeit langfristig zu sichern. Wer Lust auf Fußball, Teamgeist und Entwicklung hat, ist herzlich eingeladen.
Der Blick richtet sich nun nach vorne. Am Freitag, den 1. Mai, wartet die SG Burggrafenhof/Laubendorf im nächsten Auswärtsspiel. Dort möchte der TSV Ammerndorf mutiger auftreten, entschlossener in den Zweikämpfen sein und die guten Ansätze wieder länger zeigen. Diese Mannschaft hat Herz. Und das ist im Jugendfußball oft wichtiger als jedes Ergebnis.
DANKESCHÖN