C-Junioren (U15)

Spielbericht – JFG Nördlicher Landkreis Fürth vs. TSV Ammerndorf
C Junioren TSV Ammerndorf
Freitag, 13. März 2026 in Puschendorf

Es gibt Fußballabende, an denen das Ergebnis nur ein kleiner Teil der Geschichte ist. Der Auftakt der Frühjahresrunde in Puschendorf war genau so ein Abend. Bevor wir eintauchen in das Geschehen unter dem kühlen Flutlicht an der Waldstraße möchte ich zuerst ein herzliches Dankeschön an die JFG Nördlicher Landkreis Fürth richten. Das Heimteam empfing unsere Jungs freundlich, fair und mit großem sportlichem Respekt. Wir wünschen der JFG viel Erfolg für die weitere Saison und viele verletzungsfreie Spiele. Ein ebenso großes Dankeschön geht an die mitgereisten Gästefans und Eltern, die bei frischen Temperaturen mitgefiebert haben. Und natürlich ein besonderes Lob an die Fans des TSV Ammerndorf. Egal ob Eltern, Geschwister oder Freunde. Sie unterstützten das Team positiv, lautstark und immer fair. Genau so wünscht man sich Jugendfußball.

Der Platz präsentierte sich trotz ein paar Unebenheiten in ordentlichem Zustand und das Flutlicht setzte einen besonderen Rahmen, auch wenn man manchmal das Gefühl hatte, dass eine Taschenlampe zusätzlich gutgetan hätte. Hinter einem der Tore fehlte ein Fangnetz. Der Ball verschwand beim Aufwärmen gleich mehrmals im Wald. Alles kleine Besonderheiten, die den Abend irgendwie charmant machten.

Die Partie begann pünktlich um 18 Uhr. Zwei mal 35 Minuten lagen vor den Teams. Und der TSV Ammerndorf legte los wie eine Mannschaft, die unbedingt zeigen wollte, dass sie die lange Winterpause gut genutzt hat. Spielerisch gehörte die erste Halbzeit über weite Strecken den Ammerndorfern. Der Ball lief flüssig durch die eigenen Reihen, das Kombinationsspiel wirkte reifer und mutiger als noch im Herbst. Immer wieder bauten die Jungs im Mittelfeld Druck auf und versuchten die offensiven Akteure in aussichtsreiche Positionen zu bringen. Jonas, der sowohl als Mittelstürmer als auch immer wieder als kreativer Zehner agierte, holte sich die Bälle oft tief ab und verteilte sie mit Übersicht. Es gab aber auch Momente, da hatte man fast das Gefühl, man schaue einem Handballspiel zu, weil der TSV geduldig um den Strafraum der JFG kreiselte. Doch die Belohnung in Form eines Tores wollte nicht fallen.

Mitten hinein in diese spielerische Überlegenheit erwischte die JFG die Ammerndorfer in der achtzehnten Minute kalt. Eine eigentlich harmlose Situation wurde nicht konsequent geklärt. Ein zu kurzer Befreiungsschlag, ein Gegner dazwischen und plötzlich lag der Ball im Netz. Sehr ärgerlich für die Defensive, denn bis dahin stand sie stabil. Nur sieben Minuten später wurde es erneut bitter. Nach einer Ecke herrschte völlige Unordnung im eigenen Sechzehner. Keine klare Zuordnung, keine konsequente Mannorientierung. Die JFG nutzte das Chaos und drückte aus kurzer Distanz ein. Zwei Chancen. Zwei Gegentore. Fußball kann manchmal brutal effizient sein.

Doch die Reaktion der Ammerndorfer war beeindruckend. Kein Hängenlassen. Kein Gemecker. Stattdessen richteten sie sich auf, klatschten sich gegenseitig ab und setzten genau da wieder an, wo sie vor dem Rückstand aufgehört hatten. Alessio und Jacob auf den Außenbahnen der Abwehr spielten eine hervorragende erste Halbzeit. Alessio strahlte Ruhe und Abgeklärtheit aus, während Jacob mit seiner wuseligen und giftigen Art viele Angriffe früh unterband. Auch wenn das defensive Mittelfeld in manchen Phasen etwas unterging, arbeitete das gesamte Team zusammen, um den Anschluss zu erzwingen. Allein der Ball wollte nicht über die Linie.

Mit dem Zwei zu Null Rückstand ging es in die Pause. Trotz des Ergebnisses war die Stimmung in der Mannschaft positiv. Man sah, dass hier etwas möglich war. Die Trainer fanden passende Worte und erinnerten die Jungs daran, was sie gut machten und wo sie sich steigern konnten. Und tatsächlich begann die zweite Halbzeit ähnlich wie die erste: mutig, spielstark und mit viel Tempo.

Doch wieder war es die JFG, die traf. In der 40. Minute führte eine weitere Unsicherheit im Zentrum der Abwehr dazu, dass der Gegner auf 3:0 erhöhte. Wieder ein vermeidbares Tor. Wieder ein Moment, der schmerzte. Aber was danach folgte, verdient höchsten Respekt. Die Ammerndorfer warfen nicht die Köpfe in den Sand. Im Gegenteil. Sie spielten weiter nach vorne, kombinierten und suchten immer wieder den Abschluss. Die Moral war stark, der Wille deutlich sichtbar.

Mitte der zweiten Halbzeit kam es dann zu einer Szene, über die noch lange gesprochen wurde. Ein Schuss im Strafraum, an den Gegner und der Schiedsrichter pfiff. Der Arm ging hoch und deutete auf den Punkt. Handspiel. Elfmeter für Ammerndorf. Freude auf dem Platz, Jubel am Rand. Doch dann protestierten einige Spieler der JFG. Und der Schiedsrichter nahm den Strafstoß tatsächlich zurück. Ganz ohne Videobeweis. Eine ungewöhnliche Entscheidung, die für Verwunderung sorgte. Aber die Jungs nahmen es sportlich. Fairness gehört nun einmal dazu.

Leider musste Paul in der 58. Minute verletzt ausgewechselt werden. Besonders bitter, jetzt hatten wir keinen Auswechselspieler mehr. Die Mannschaft rückte noch enger zusammen, um den Ausfall zu kompensieren. Der Gegner erhöhte wenig später nach einem weiteren Fehler im Abwehrzentrum auf Vier zu Null in der fünfundsechzigsten Minute.

Doch dann kam der Moment, auf den alle gewartet hatten. Die siebzigste Minute lief bereits, als Alessio sich auf der rechten Außenbahn gegen seinen Gegenspieler durchsetzte. Aus spitzem Winkel brachte er den Ball vor das Tor. Oder war es ein Schuss. Eine Flanke. Ein Versuch aus Verzweiflung oder pure Absicht. Keiner konnte es so genau sagen. Wichtig war nur eines: Der Ball rutschte ins lange Eck. Der Torwart schaute nur hinterher. Der Anschlusstreffer zum 4:1 für den TSV Ammerndorf. Ein verdienter Lohn für den Einsatz und gleichzeitig ein emotionaler Höhepunkt des Abends. Die Bank sprang auf, die Eltern jubelten. Und man sah Alessio an, dass dieser Treffer ihm ja fast schon peinlich war.

Bis zum Schlusspfiff versuchten die Ammerndorfer noch einmal alles. Sie spielten weiter mutig nach vorne und bewiesen eindrucksvoll, dass sie sich als Mannschaft weiterentwickelt haben. Mehr Mut am Ball, mehr Kombinationsspiel, mehr Miteinander. Auch wenn das Ergebnis am Ende Vier zu Eins für die JFG Nördlicher Landkreis Fürth lautete, nahm der TSV viel Positives aus dieser Partie mit.

Nach dem Abpfiff spürte man in der Mannschaft eine Mischung aus Enttäuschung und Stolz. Enttäuschung über die Gegentore, die vermeidbar gewesen wären. Stolz auf das eigene Spiel, den Zusammenhalt und die Art, wie man sich präsentiert hatte. Die Jungs wissen, dass sie auf dem richtigen Weg sind.

Und genau mit diesem Gefühl geht es in die Vorbereitung auf das nächste Spiel. Am Samstag, den 21. März um 14 Uhr, wartet die SG Uffenheim Adelshofen Hohlach auf der heimischen Ammerndorfer Alm. Ein Heimspiel, das neue Energie freisetzen kann. Dort möchte die Mannschaft mutig auftreten, an die spielerischen Phasen von Puschendorf anknüpfen und sich für ihren Einsatz belohnen.

Die Frühjahresrunde hat gerade erst begonnen. Und wer die C Junioren des TSV Ammerndorf kennt, weiß: Diese Mannschaft hat Herz, Teamgeist und unbändigen Willen. Und genau deshalb darf man sich auf die kommenden Wochen freuen.

DANKESCHÖN

die Trainer