Das erste Dart Turnier von Saidla Dart wird ein voller Erfolg und das im Festzelt auf der Ammerndorfer Kärwa
Manche Ideen entstehen im Gespräch unter Freunden, andere im Kopf eines Einzelnen. So begann auch das erste Dartturnier von Saidla Dart. Was zunächst als Gedanke von Stefan Drummer entstand, wurde durch viel Einsatz, gute Planung und die richtigen Partner Wirklichkeit. Als Gründer, Vorstand, Kapitän und vor allem Freund vieler Dartbegeisterter hatte er die Vision, den Dartsport mitten ins Herz der Ammerndorfer Kärwa zu bringen. Aus dieser Idee und dem Kontakt zu den Finnigans entstand schließlich ein Ereignis, das es im Landkreis Fürth so bisher noch nicht gegeben hatte.
Am Sonntag, den 5. Juli 2026, wurde diese Idee Wirklichkeit. Ab 14 Uhr verwandelte sich das Festzelt der Ammerndorfer Kärwa in eine Dartarena. Das erste Dartturnier auf einer Kärwa im Landkreis Fürth brachte 70 Teilnehmer an 14 Boards zusammen. Organisiert wurde die Veranstaltung von Saidla Dart vom TSV Ammerndorf, unterstützt vom DSV Finnigan’s Harp Nürnberg.
Schon beim Betreten des Festzeltes war klar, dass hier etwas Besonderes entstehen würde. Zwischen Kärwatrubel, Festzeltstimmung und dem Klacken der Dartpfeile entwickelte sich eine Atmosphäre, wie man sie sonst eher von großen Turnieren kennt. Immer wieder hallten Fangesänge durch das Zelt. Einige Besucher fühlten sich sogar an das berühmte Ally Pally der PDC Weltmeisterschaft erinnert. Späßchen…
Die erste Herausforderung des Tages kam noch vor dem ersten geworfenen Dart. Eigentlich sollte das Turnier um 14 Uhr starten, doch kurz vorher kappte die Internetverbindung. Was folgte, hätte fast als eigene Disziplin durchgehen können. Rund 100 Meter LAN Kabel führten über ein Hausgrundstück, quer durch einen Garten, über einen Bach und entlang des Radwegs bis ins Festzelt. Kaum stand diese ungewöhnliche Verbindung, lief das WLAN wieder. Etwa 45 Minuten später konnte das Turnier beginnen. Ein großes Dankeschön geht an Udo Satzinger, der mit seinem Internetzugang die technische Rettung des Tages möglich machte. Ohne ihn hätte der erste Check In wohl noch länger auf sich warten lassen.
Auch am Morgen des Turniertages mussten die Organisatoren noch einmal improvisieren. In der heißen Phase der Vorbereitung waren Urkunden und Pokale tatsächlich vergessen worden. Was zunächst für kurze Schweißausbrüche sorgte, wurde schnell zu einer Geschichte, über die man heute lachen kann. Die DVAG Armin Satzinger sprang kurzfristig ein, organisierte die Pokale und wurde damit zur Rettung in letzter Sekunde. Ohne diese spontane Hilfe hätte die Siegerehrung deutlich anders ausgesehen.
Ein großer Dank gilt auch den DSV Finnigan’s Harp Nürnberg e.V., der die Turnierleitung übernahm und mit viel Erfahrung durch den Tag führte. Während Spieler, Zuschauer und Organisatoren vom Turnierfieber gepackt wurden, behielten die Verantwortlichen jederzeit den Überblick. Mit Professionalität, Geduld und der Ruhe erfahrener Turnierleiter sorgten sie für einen reibungslosen Ablauf. Wer schon einmal 70 motivierte Dartspieler koordinieren musste, weiß, dass das alles andere als selbstverständlich ist.
Sportlich bot das Turnier über viele Stunden hinweg starken Dartsport. Insgesamt wurden elf 180er geworfen, die immer wieder für Begeisterung bei den Zuschauern sorgten. Besonders stark zeigte sich Matthias Graupner von Saidla Dart. Mit einem Highfinish von 131 setzte er eines der Highlights des Tages.
Natürlich schrieb das Turnier auch seine eigenen Geschichten. Zwei Teilnehmer mussten aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aufgeben. Glücklicherweise stellte sich schnell heraus, dass nichts Ernstes dahintersteckte. Einen weiteren Spieler erwischte es auf andere Weise. Nach den Feierlichkeiten zu seinem 30. Geburtstag am Vorabend und dem offenbar nicht zu unterschätzenden Ammerndorfer Bier war seine Turnierreise früher beendet als geplant. Die Dartscheibe war an diesem Tag wohl nicht sein größter Gegner.
Mit jeder Runde stieg die Spannung spürbar. Viele Zuschauer blieben bis in die Abendstunden und sorgten für eine starke Kulisse. Der Höhepunkt folgte mit Halbfinale und Finale auf der großen Bühne. Unter dem Applaus der Besucher liefen die Spieler mit Einlaufmusik ein. Ein Caller führte durch die Begegnungen und gab den entscheidenden Partien den passenden Rahmen. Für viele Teilnehmer fühlte sich dieser Moment wie ein Auftritt bei einem großen Profiturnier an.
Auch die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Den Turniersieg holte sich Felix Müller vor Daniel Zink. Die dritten Plätze belegten Silas Reißlein und Stefan Neufeld von Saidla Dart. Damit stand auch ein Spieler des Gastgebers auf dem Podium. Auf Rang fünf landeten Steffen Heinrich, Jürgen Schütz, Jonathan Praast von Saidla Dart und Ronny Kleine.
Aus Sicht des TSV Ammerndorf waren vor allem die Leistungen der eigenen Spieler erfreulich. Mit Stefan Neufeld und Jonathan Praast standen gleich zwei Saidla Dart Spieler unter den besten Acht. Vor heimischem Publikum war das ein starkes sportliches Zeichen.
Am Ende blieb jedoch weit mehr als ein sportliches Ergebnis. Es war ein Tag voller Begegnungen, guter Gespräche, gemeinsamer Erlebnisse und echter Begeisterung für den Dartsport. Die Mischung aus Kärwa, Festzelt und Turniercharakter war ein voller Erfolg und machte die Premiere für Spieler und Zuschauer zu einem besonderen Erlebnis.
Nach dem letzten Dart blieb vor allem die Begeisterung der Zuschauer in Erinnerung. Die Rückmeldungen waren nahezu durchweg positiv. Viele Besucher zollten den Organisatoren großen Respekt und zogen den Hut vor dem Aufwand und der Umsetzung einer Veranstaltung dieser Größe. Gerade bei einer Premiere war die Anerkennung für das Geleistete deutlich spürbar. Viele Gäste waren sich einig, dass das Kärwa Dart Turnier eine echte Bereicherung für die Ammerndorfer Kärwa war und hofften bereits auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.
Zum Abschluss fand Initiator Stefan Drummer die passenden Worte:
„Vielen Dank an alle, die mitgemacht und geholfen haben. Mit zwei Mann von Saidla Dart unter den letzten Acht war es sportlich natürlich überragend. Für unser erstes eigenes Turnier und dann auch noch in diesem außergewöhnlichen Rahmen auf der Kärwa muss ich zugeben, dass nicht alles perfekt geklappt hat. Deshalb bin ich über jede Rückmeldung dankbar, ganz egal ob positiv oder kritisch. Für die Turnierleitung, die Spieler und die Zuschauer war Kärwa Dart etwas völlig Neues und ein Erlebnis, das definitiv in Erinnerung bleiben wird. Mir persönlich war es außerdem eine große Ehre, mit den Finnigans zusammenzuarbeiten.“
Nach diesem gelungenen Auftakt steht fest: Die Premiere des Ammerndorfer Kärwa Dart Turniers hat Lust auf mehr gemacht. Und wer am Sonntag im Festzelt dabei war, wird sich noch lange an die besondere Mischung aus Sport, Gemeinschaft und Kärwastimmung erinnern.
DANKESCHÖN
die „Spickerer“ vom TSV Ammerndorf 1924 e.V.