6. Spieltag in der Kreisklasse 2 – Frühjahr
Am gestrigen Mittwoch, 24.04.2024, reisten wir nach Zirndorf um im Nachholspiel, verschoben aufgrund der Witterungsverhältnisse am letzten Wochenende, gegen die JFG Bibertgrund unserer Habenseite mit weiteren Punkten aufzustocken.
An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der gesamten Mannschaft bei unserem Gastgeber für ein faires und nervenaufreibendes Spiel bedanken. Nervenauftreibend dahingehend, da es in den Schlussminuten dann doch nochmal spannend wurde, was ich so in dieser Form nicht nochmal haben muss. Ein weiterer Dank geht raus an die Seitenlinie, die wieder mal sehr zahlreich durch uns „Ammerndorfer“ vertreten war.
Kommen wir zum Spielbericht.
Anpfiff. Wenn man sich so die Tabelle anschaut, waren die Rollen klar vergeben. Wir, die Ammerndorfer Jungs, mussten sich den Hut des Favoriten aufsetzen, während die Bibertgrundler den Underdog markierten. So zumindest auf dem Blatt Papier. Das das aber so nichtzutreffen wird habe ich der Mannschaft auch in der Kabine gesagt. Ja und was muss ich sagen bzw. feststellen, genauso ist es auch passiert. Du machst ein gutes Spiel, kriegst dann kurz vor Schluss noch den Treffer oder du hast 30 Torchancen aber der Ball möchte einfach nicht im Kasten landen und zack stehst du mit null Punkten als Tabellenletzter fest. Daher immer konzentriert ins Spiel gehen und sich nicht an der Tabellensituation richten. Ein weiterer Punkt, der in der Kabine angesprochen wurde, den wir versuchen sollten umsetzen, war das Aufbauspiel aus der Defensive heraus und das Stellungsspiel nach einem Torwartabschlag. Punkte die dann leider im Spiel weniger, bis gar nicht umgesetzt wurden. Dieses wird aber dann Mannschaftsintern angesprochen und nicht in Form eines Spielberichtes. Und nein das soll jetzt kein Anschiss oder dergleichen werden, sondern es wird angesprochen, um den Lerneffekt mal wieder hervorzurufen und das dann in einer anderen Situation besser zu machen. Wir sind in einem Lernprozess, den wir optimal nutzen wollen, um das bestmögliche aus dieser fantastischen Mannschaft herauszuholen.
Lasst mich jetzt noch ein paar Worte über den Spielverlauf verlieren. Spielsystem, Taktik, Pressing und Verhalten beim Einwurf sind klar definiert. In den Anfangsminuten haben wir das auch sehr gut umgesetzt. Den Gegner früh gestört, am Aufbauspiel gehindert und uns die ein oder andere Torchance herausgearbeitet. In der 5. Minuten konnte der Gegner den Ball zur Ecke klären. Nach einem ersten Versuch, der leider etwas flach ausgeführt wurde, konnte die darauffolgende Ecke mustergültig in den fünf Meter Raum getreten werden. Einen Abnehmer hat dieser Ball auch gefunden, und zwar unsere Nummer 9 der den Ball ladylike, weitere Ausführungen erspare ich mir, ins Tor beförderte. Klar, man könnte auch zu einem lupenreinen Fallrückzieher ansetzen aber am Ende zählt das Tor. 0:1. Guter Start und so kann es weiter gehen. Und es ging auch weiter. Wir liefen an und liefen an, spielten uns Torchancen heraus und konnten in der 10. Minute durch unsere Nummer 7 nachlegen. 0:2. Jawohl, wenn wir weiter so im fünf Minuten Takt nachlegen, kann es ein schöner Abend werden. Aber in der 15. Minute hat es dann nicht geklingelt, sondern in der 20. Minute. Diesmal aber nicht auf unsere Seite, sondern der Gegner konnte seine Chance nutzen. 1:2. Der Anschluss war hergestellt und hat sich im verlaufe des Spieles auch leider so abgezeichnet. Irgendwie war der Wurm drinnen und wir hatten teilweise so unsere Schwierigkeiten im Spielaufbau und in der Verteidigung. Das der Gegner dann auch merkte und ausnutzten. Soll jetzt nicht heißen das er vor dem Tor keine Chancen hatte aber wir haben das halt einfach besser geklärt. Und so vergingen die letzten 10 Minuten der ersten Hälfte wo wir uns etwas schwergetan haben und der Gegner, zum Glück, die ein oder andere Torchance auch liegen gelassen hat. In der Nachspielzeit konnte unsere Nummer 10 dann nochmal einen sauberen Durchsteckpass hinter die Abwehrreihe liefern, der durch unsere Nummer 7 erfolgreich abgenommen wurde. 1:3. Halbzeit.
Wir machen einen Kreis, nein kein Sitzkreis wie aus dem Kindergarten bekannt, sondern einen TeamförderndenwirbesprechenunsmitneuentaktischenAnweisungenundmotivierendenWortendaswirnichtallesfalschgemachthabensondernauchvielganzvielrichtig-Kreis. So jetzt kommt ihr…haha…welch ein lustiges Kerlchen. Auflösung folgt, irgendwann vielleicht. Haha. Spaß. Kurzum, Mund abwischen und mit voller Power rein in die zweite Hälfte. Leichter gesagt als getan. Irgendwie sind wir mit Ladehemmungen aus der Halbzeitpause gekommen. Ähnlich wie Dortmund in ihrem Champions League Spiel gegen Atletico die förmlich um den Ausgleich gebettelt haben. So oder so ähnlich kann man es sich bei uns vorstellen. Ja etwas übertrieben aber der ein oder andere versteht, was ich damit sagen möchte. Es fehlte der Mut, es fehlte der Wille, es fehlte einfach der Glaube an das eigene Können. Wir hatten so unsere Problemchen in der Defensive, ja auch die Mittelachse war irgendwie Lost, um es jetzt mal in der Jugendsprache auszudrücken, es hat einfach, ich würde jetzt nicht alles sagen, aber es hat irgendwas gefehlt. Und genau dieses fehlende Ding hat der Gegner ausgenutzt. Er presste, agierte und spielte sich Torchancen heraus. Am Ende können wir froh sein, dass er diese nicht nutzte. In der 53. Minute haben wir es dann aber doch nochmal geschafft nachzulegen. Torschütze erneut unsere Nummer 7, der mit seinem Hattrick die aktuelle Führung in der Torjägerliste der Kreisklasse übernimmt. 1:4. Puh. Im richtigen Moment zugeschlagen und wer jetzt meint das eine drei Tore Führung in den letzten 7 Minuten langt, der sollte sich spätestens nach Leverkusen umstellen. Ein Spiel hat 90. Minuten, ok in unserem Fall 60. Minuten, plus Nachspielzeit. Ich möchte jetzt gar nicht näher darauf eingehen aber der Gastgeber aus dem Bibertgrund hat es tatsächlich noch geschafft in der Nachspielzeit zwei weitere Tore zu erzielen. Hier erinnere ich gerne an meine Anfangsworte in der ich die doch zu vermeidenden Punkte angesprochen habe. Auch gibt dieses Spiel die aktuelle Lage der JFG Bibertgrund wieder und warum sie, dann doch unglücklich, im Tabellenkeller feststecken. Weitere Worte über die heutige Schiedsrichterleistung verkneife ich mir, weil sonst würde ich diesen Rahmen, der eh schon gesprengt ist, noch weiter sprengen. Ein paar Hinweise, Anmerkungen und Appelle werde ich trotzdem an den Schiedsrichterverband richten. Abpfiff.
Ankündigung: Weiter geht es am Samstag, 27.04.2024, wenn wir bei uns auf der Ammerndorfer ALM am 7. Spieltag die SG Petersaurach/Großhaslach/Lichtenau empfangen.
DANKESCHÖN
die Trainer



